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Fotobericht März 2019

Updated: Apr 14

Dein Reich komme!

Mexiko-Stadt, 18. Februar 2019

Liebe Freunde im Herrn!


Grüße aus dem sonnigen und ziemlich warmen Mexiko. Die Zeit vergeht und ich fürchte, Sie werden diesen Brief nicht vor Aschermittwoch erhalten. Es sind beschäftigte Monate gewesen, jetzt will ich aber ein paar Minuten nehmen, um das Geschehene mit Ihnen zu teilen.


Im letzten Brief habe ich von den Flüchtlingskarawanen aus Mittelamerika erzählt, die kreuz und quer durch Mexiko zogen. Da inzwischen die Kongresswahlen in den USA stattgefunden haben, interessiert sich kaum jemand für sie. Tausende von Menschen sind in Mexiko steckengeblieben und werden allem Anschein nach hier bleiben. Als Caritas haben wir wochenlang 1.000 Mahlzeiten am Tag geliefert, damit ein Teil der Migranten was Warmes zu essen bekamen. Sie sind jetzt weitergezogen in den Norden. Wir rechnen aber damit, dass sie bald wieder bei uns auftauchen, entweder auf dem Heimweg, oder bei der Suche nach Arbeit in Mexiko.


In den letzten zwei Jahren habe ich ein Team aufgebaut, um hier in Mexiko nach Mitteln zu suchen, damit wir diese Schwierigkeiten von Flüchtlingen und Obdachlosen besser bewältigen können. Gott sei Dank fängt dieses Team jetzt an, was wirklich in Gang zu setzten. Es bittet ständig um Sachspenden, dann verkauft es sie weiter. Ich war am Anfang sehr skeptisch, als ich sah, dass unser Speicher sich mit Gummistiefeln, Avocados, Brillen usw. füllte. Aber viel Kleinvieh macht auch Mist, und wir schaffen mit diesen Mitteln viel mehr, als wir vor ein paar Jahren schaffen konnten.


Das Agrarprojekt im Nordwesten Mexikos kommt gut voran. Die Limettenbäume wachsen stark und sollten die erste rentable Ernte Mitte-Dezember erzeugen. Bitte beten Sie für gutes Wetter und einen guten Marktpreis! Es ist wirklich wichtig, dass dieses Unterfangen gelingt, damit wir weitere Hektar anbauen und weitere Arbeitsplätze anschaffen können. Ich hätte es viel lieber, wenn die Sachen schneller vorankämen. Die Landwirtschaft lehrt aber Geduld!


Eine zweite gute Nachricht ist, dass die Glaubensschule in Afrika wirklich wächst. Der Bau der neuen Regionalleitung kommt erstaunlich schnell voran. Glücklicherweise leitet diesen Bau der Father Andrew Ovienloba, Priester der Erzdiözese von Benin City. Ohne ihn vor Ort ginge das nicht. Es gibt wenige Aktivitäten, die einem so auf die Nerven gehen, als das Bauen! Zwei Etagen stehen aber schon und die Dritte soll auch bald stehen. Ich werde Sie zur Einweihung einladen, habe aber noch nicht ein festes Datum!


Viel wichtiger als der Bau sind eigentlich die Schüler der Glaubensschule. Die Ergebnisse der Gründungsmission in Sambia und Malawi, von der ich in meinem letzten Brief erzählt habe, lassen sich allmählich ganz konkret sehen. In der Diözese Karonga im bitterarmen Nordmalawi wird jetzt in vier verschiedenen Dörfern unterrichtet. In Sambia ist so viel los, dass ich leider noch nicht eine ganz klare Übersicht habe. Das hat auch damit zu tun, dass die Kommunikation nicht immer problemlos läuft (v.a. wegen Stromausfälle). Die Schule unterrichtet aber schon in den Diözesen von Mpika, Lusaka, Mongu und Monze. Wir sind auch im Begriff, in der nordnigerianischen und vom Boko-Haram geplagten Diözese Pankshin anzufangen. Bitte mit Gebet unterstützen!


Ich suche immer noch nach einem Priester, den wir „full time“ in Afrika stationieren können, damit das alles besser betreut wird und schneller wächst. Anfang März – also während dieser Brief unterwegs ist – habe ich in diesem Anliegen einen wichtigen Termin. Möge der Heilige Geist uns leiten, mögen wir uns leiten lassen!


Etwas langsamer kommt die Arbeit in den USA voran. Ich lerne immer besser, wie man dort eine Stiftung führt und wachsen lässt, muss aber auch hier geduldig sein und den „Garten“ pflegen. Anfang Dezember haben Freunde von mir in Miami einen Informations-Abend veranstaltet, Anfang Februar durfte ich vor 2 Rotarier-Clubs sprechen. Da habe ich die Aktivitäten von KANELA vorstellen und um neue Spender werben können. Dazu haben bis jetzt drei Diözesen in den USA unseren Verein eingeladen, am Missionssonntag zu predigen und eine Kollekte zu führen. Ich hoffe sehr, dass diese neuen Versuche dazu führen, die Anzahl von Unterstützern in den USA wachsen zu lassen.


Letztens will ich ein bisschen von den Vollzeitkatecheten in Guatemala und El Salvador erzählen. Dort hat der Priestermangel sowie verschiedene andere Faktoren dazu geführt, dass große Teile der Bevölkerung nicht mehr katholisch sind (in beiden Ländern ist der katholische Anteil der Bevölkerung jetzt unter 50% gerutscht). Die Vollzeitkatecheten sind überzeugte, gut ausgebildete Katholiken, die ihr ganzes Berufsleben dazu widmen, ihren Pfarrern als Laienmissionare beizustehen. Dort wo sie wirken, behalten viele Menschen ihren Bezug zur Kirche; viele kehren auch zu ihr zurück.


Um dies zu ermöglichen, erhalten die Vollzeitkatecheten ein bescheidenes Gehalt. Für mich ist es wichtig, dass es in diesen beiden Ländern so viele Vollzeitkatecheten gibt wie möglich. Als Verein zahlen wir das Gehalt von drei von ihnen (sie sind insgesamt fast 100!). Im November habe ich in Guatemala ein Benefiz-Abendessen veranstaltet, um die Nebenkosten der Gehälter aller guatemaltekischen Vollzeitkatecheten für 2018 zu zahlen. Im Januar war ich beim Spendenteam der Vollzeitkatecheten in El Salvador, um einen Finanzplan für 2019 auszuarbeiten. Die Idee in beiden Ländern ist, dass die Anzahl der Vollzeitkatecheten steigt.


Jetzt aber Schluss! Ich habe zwei Bitten, mit denen ich diesen Brief beenden will. An erster Stelle, beten Sie für diese Projekte weiter und, wenn es Ihnen möglich ist, spenden Sie auch weiter. Ich hoffe, dass wir dieses Jahr von KANELA aus noch einen Vollzeitkatecheten in Guatemala sponsern können. Das war auch ein Wunsch von Anfang 2018, der leider nicht in Erfüllung gegangen ist.


An zweiter Stelle lade ich Sie ein, besonders für die Beharrlichkeit der Priester zu beten. Es sind schwierige Zeiten und ich habe im letzten Jahr mehrere tragische Fälle erlebt, wo Priester – zum Teil Priesterfreunde – sich enttäuscht aus dem priesterlichen Dienst zurückgezogen haben. Ich kann so was kaum fassen und spüre ganz deutlich, dass ich für meine Brüder den Himmel stürmen muss. Bitte begleiten Sie mich dabei!


Ich bete auch für Sie, Ihre Familie und Ihre Anliegen. Ihr

(P. Robert Havens)


Anschrift in Mexiko: Bahía de Mangueira 73 – Col.Verónica Anzures – 11300 México, D.F. – MEXIKO



Der Freundeskreis für die Unterstützung der katholischen Neuevangelisierung in Lateinamerika und Afrika, e.V. ist wegen Förderung gemeinnütziger Zwecke von der Körperschaftssteuer befreit. Unsere Spender erhalten von uns im Laufe des Jahres eine gesonderte Zuwendungsbestätigung (Spendenquittung). Sie erhalten auch jährlich einen Bericht über die Anwendung der erworbenen Spenden.


KANELA, e.V. Am Schlossberg 3 85104 Pförring-Wackerstein kaneladeutschland@gmail.com

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